Einweihungsfeier des neuen Schützenheimes

Am Sonntag, den 12. Juni 1994 um 08:30 Uhr marschierten unter den Klängen der Musikkapelle
Wörnitzstein alle Stadtteilschützenvereine mit den örtlichen Vereinigungen von Franz Ost zum
Neubau des Schützenheimes an der Hauselbergstrasse. In einem Festgottesdienst im Festzelt, der
von Stadtpfarrer Josef Kudella zelebriert und von den Parforcehornbläsern Amerdingen unter der
Leitung von Volker Schröttle musikalisch gestaltet wurde, erhielt das neue Vereinsheim den Segen.

Der Schützenmeister dankte allen am Neubau Beteiligten und Spendern. Er bezeichnete
die Einweihung der Schießsportanlage als Höhepunkt der Vereinsgeschichte.

Mit viel Fleiss, hervorragender Kameradschaft und großem Idealismus wurde dieses Bauwerk für die
Mitglieder und die nachfolgende Generation geschaffen.

Bürgermeister Dr. Alfred Böswald machte sich in seiner Festrede Gedanken zu Sprichwörtern, die
auf den Tag der Weihe zuträfen. "Ohne Fleiss kein Preis" - "Was lange währt, wird endlich gut" -
"Ende gut, alles gut". So umschrieb das Donauwörther Stadtoberhaupt die Geschichte des Gebäudes
von den ersten Baugedanken bis hin zur Einweihung. Nun aber sei etwas Großes entstanden, weil
alle am gleichen Strang gezogen haben. Riedlingen sei um ein Stück reicher geworden - nicht nur
die Hubertusschützen, sondern die gesamte Bürgerschaft, so der Festredner. Der Bürgermeister
würdigte in seiner Festansprache die Motoren des Vereins, den ersten Schützenmeister,
Stellvertreter Willi Weber und Bauausschußvorsitzenden Adolf Hillmair, stellvertretend für alle
Mitglieder.

Der Bürgermeister der Stadt Riedlingen, Württemberg, Hans Bosem, der den ganzen Tag mit seiner
Schützengilde im schwäbisch-bayrischen Riedlingen weilte, erinnerte an die große Tradition der
Schützenvereinigungen. Der Sportreferent und Stadtrat Mdl Georg Schmid lobte den Gemeinschafts-
sinn der Riedlinger Hubertusschützen. Gauschützenmeister Erich Müller freute sich über ein
weiteres Schützenheim in seinem Donau-Ries-Gau und versprach, dass die Zuschüsse aus dem Topf
vom Kultusministerium bald kommen.

Schützenmeister Arno Marten von der Schützengilde Riedlingen 1850 erörterte die Freundschaft
beider Vereine. So habe man 1991 vor dem Neubau eine Eiche gepflanzt, welche wie die
Freundschaft wachse und gedeihe.

Im Namen der Vereinsgemeinschaft gratulierte Stadtrat Josef Reichensberger der Schützen-
gesellschaft zum Neubau.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen konnte man am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen das neue
Schützenheim besichtigen.

Am Abend fand die Preisverteilung vom Eröffnungsschiessen statt und zum Festausklang spielten
die Bayrisch-Schwäbischen Musikanten auf.